STUNT RIGGING & AERIAL WORK
BEWEGUNG. LASTPFAD. PERFORMANCE. KONTROLLE.
IN ONE TAKE
Stunt Rigging ist die unsichtbare Architektur der Action. Es kann Performer sichern, heben, ziehen, umlenken, drehen, abbremsen oder auffangen. Die Technik selbst steht nie im Mittelpunkt. Entscheidend ist die Bewegung, die das Publikum sofort versteht: Schwerelosigkeit, Wucht, Gefahr, Kraft, Kontrollverlust oder scheinbar unmögliche Freiheit.
Bei SlamArtist werden Stunt Design, Stunt Rigging und Aerial Work gemeinsam gedacht. Ferdi Fischer und unser spezialisiertes Rigging-Team stimmen Performer, Kamera, Kostüm, VFX und Produktion aufeinander ab – damit Flugbahn, Körperlinie, Timing, Harness, Equipment und Recovery feststehen, bevor der Shot ans Set geht.
ZUERST DIE BEWEGUNG. DANN DAS SYSTEM.
Aerial Work beginnt mit der Frage, was die Figur fühlen und was die Kamera sehen soll. Das kann ein langer Flug, ein schneller Ratchet Pull, ein Fall, eine Rotation oder ein Fight an Wires sein. Oft bleibt das Rigging fast unsichtbar: Es nimmt Gewicht aus einem Sprung, hält eine unmögliche Neigung, formt einen langsamen Drift, dämpft eine Landung oder bringt den Performer wiederholt auf dieselbe Bildmarke.
Jeder Stunt braucht eine definierte Körperlinie, Flugbahn, Geschwindigkeitskurve und Recovery. Hier wird Stunt Design zu physischer Bewegungsarchitektur. Ein manueller Pull erhält menschliches Timing; motorisierte oder mehrachsige Systeme liefern präzise Wiederholbarkeit; Descender und Brakes lösen andere Bewegungsaufgaben. Die Methode folgt dem Shot – nie der Gewohnheit oder dem reinen Spektakel.
Ist WarpCam® Teil des visuellen Konzepts, können Kamera- und Performer-Wege im selben Raum geplant werden. Die Systeme bleiben technisch und organisatorisch getrennt. Timing, Abstand, Objektivposition und Freiräume werden aber so aufeinander abgestimmt, dass am Ende ein gemeinsames Bild entsteht.
Taktische Präzision im Einsatz
Regie an vorderster Front
DER LASTPFAD IST DAS SYSTEM.
Ein Harness ist nicht einfach versteckte Kleidung, und ein Wire allein noch kein Rig. Das Harness verbindet den Performer mit dem Rigging-System – als Vest, Hip Harness, Seat oder speziell gebautes Tragesystem. Dort wird Kraft in den Körper eingeleitet. Der Lastpfad führt weiter über Connectors, Lines, Pulleys, Antrieb oder Bremse, Anchors und die tragende Struktur.
Passform, Anatomie, Kostüm, Geometrie der Anschlagpunkte, Beschleunigung, Verzögerung, Slack, Rotation, Bewegungsfreiheit und Recovery prägen die fertige Bewegung. Professionelles Stunt Rigging bewertet deshalb immer das komplette System für die konkrete Aktion. Weder die Nennfestigkeit eines Einzelteils noch eine vertraute Harness-Form beweisen allein, dass das Setup passt.
Unser Rigging-Team wählt kompatibles Equipment, plant Zugangs- und Kontrollzonen, prüft und testet das System und entwickelt die Bewegung schrittweise mit dem Feedback des Performers. Änderungen an Performer, Kostüm, Kamera, Timing, Route oder Location gelten als Systemänderungen. Wo Struktur, Dokumentation oder lokale Vorgaben es verlangen, werden passende Engineers und weitere qualifizierte Fachkräfte eingebunden.
EIN TEAM – VOM PREP BIS ZUM RESET.
Überzeugende Aerial Work entsteht an den Schnittstellen: zwischen Kreativität und Technik, Performer und Rigger, Stunt und Kamera, Kostüm und Harness, Practical Action und VFX. Das spezialisierte SlamArtist-Rigging-Team begleitet die Produktion vom Script Breakdown über Stunt Design und Equipment-Planung bis zu Installation, Fitting, Tests und progressiven Rehearsals.
Am Set halten klare Cues, saubere Seilführung, kontrollierte Zonen, Resets und Checks das System für alle nachvollziehbar. Zur Planung gehört auch die Recovery: Wie wird der Performer sicher abgesetzt oder aufgefangen, wenn ein Cue ausbleibt? Wer darf den Vorgang stoppen? Und was muss neu bewertet werden, sobald sich Bedingungen ändern?
Dieser integrierte Ansatz lässt das unsichtbare System die sichtbare Performance tragen. Ein Pull kann den Rhythmus eines Fights verlängern. Ein Float erhält die Intention der Figur. Ein Descent endet genau dort, wo Kamera und Performance ihn brauchen. Das Ergebnis ist nicht einfach jemand „an Drähten“, sondern ein filmisches Bild aus Performance, Stunt Design und Rigging.
STUNT RIGGING / AERIAL WORK – FAQ
Was ist Stunt Rigging?

Stunt Rigging entwickelt und betreibt Systeme, die einen Performer für eine konkrete Aktion sichern, bewegen, umlenken, abbremsen oder auffangen. Dazu gehören manuelle Pulls, Gegengewichte, motorisierte Bewegung, Descender, Brakes, rotierende Interfaces und mehrachsige Systeme.
Anders als allgemeines Stage Rigging muss Performer Rigging Körperlinie, Krafteinleitung, Bewegungsfreiheit, Kostüm, Rehearsals und Recovery direkt mitdenken. Der komplette Lastpfad vom Harness bis zur tragenden Struktur ist Teil des Designs.
Was umfasst Aerial Work?

Aerial Work umfasst weit mehr als große sichtbare Flüge. Dazu gehören kontrollierte Stürze, Fights an Wires, Ratchet Pulls, Rotationen und geführte Bewegungen durch den Raum – aber auch subtile Effekte wie reduziertes Körpergewicht, ein verlängerter Sprung, langsamer Drift, eine unmögliche Neigung oder eine punktgenaue Landung.
Das System richtet sich nach Figur, Kamera und Geschichte. Häufig ist das überzeugendste Rigging genau das, das dem Publikum gar nicht auffällt.
Wie hängen Stunt Rigging und Stunt Design zusammen?
Stunt Design definiert den dramatischen Beat: Was passiert mit der Figur, wie soll sich die Bewegung anfühlen und was muss das Publikum verstehen? Stunt Rigging übersetzt diese Idee in ein physisches Bewegungssystem.
Flugbahn, Timing, Körperlinie, Beschleunigung, Verzögerung, Kameraposition und Recovery werden gemeinsam entwickelt. So unterstützt die Technik die Erzählung, statt sich selbst in den Vordergrund zu spielen.
Was ist ein Harness und wie wird es ausgewählt?
Das Harness verbindet den Performer mit dem Rigging-System. Passform und Anschlaggeometrie bestimmen, wo Kräfte in den Körper eingeleitet werden, wie frei Rotation möglich ist, welche Körperlinien funktionieren und wie sich das System unter dem Kostüm verbergen lässt.
Ein Universal-Harness für jede Aktion gibt es nicht. Die Auswahl hängt von Performer, geplanter Bewegung, Körperposition, Kostüm, dokumentiertem Equipment-Setup und dem vollständigen Lastpfad ab.
Wie wird eine Aerial-Sequenz vorbereitet und geprobt?
Die Vorbereitung beginnt mit Action Beat, Performer, Flugbahn, Equipment, Anchors und tragender Struktur, Abständen, Kamera, Kostüm sowie Prep- und Recovery-Phasen. Das System wird geprüft, getestet und mit klaren Cues und Performer-Feedback schrittweise entwickelt.
Der genaue Ablauf richtet sich nach qualifiziertem Personal, Equipment-Dokumentation, Location, Produktionsanforderungen und geltenden Vorgaben. Ändern sich Performer, System, Route oder Bedingungen, wird die Sequenz neu bewertet.
Welche Aufgaben übernimmt das spezialisierte Rigging-Team?
Das spezialisierte Rigging-Team übersetzt das kreative Design in ein belastbares Setup am Set. Dazu gehören Location- und Strukturprüfung, Equipment-Auswahl, Installation, Tests, Performer-Fittings, Rehearsals, Cue-Kommunikation, Seilführung, Resets, Inspektionen und Recovery-Planung.
Unsere Rigger arbeiten eng mit Stunt Coordination, Performern, Kamera, SFX, Kostüm, VFX, Szenenbild und Produktion. So ist jede Schnittstelle klar zugeordnet.
Stellt SlamArtist Stunt-Rigging-Equipment zur Verfügung?
Ja. SlamArtist arbeitet mit einem spezialisierten Rigging-Team und einem breit aufgestellten, gezielt kuratierten Equipment-Bestand. Sichern, Ziehen, Absenken, Abbremsen und Rotieren sind unterschiedliche Bewegungsaufgaben – deshalb wird jedes Paket auf Aktion, Performer, Struktur und Location abgestimmt.
Die verfügbaren Systeme und Komponenten findest du auf unserer Seite für Aerial Gear und Rigging-Equipment.
Wie arbeiten WarpCam® und Aerial Work zusammen?
WarpCam® ermöglicht, Kamerabewegung schon früh gemeinsam mit der Performer-Bewegung zu planen. So entstehen stärkere Beziehungen zwischen Action, Perspektive und Timing, während beide Teams Abstände, Freiräume und Cues sauber koordinieren können.
Kamera- und Performer-System bleiben getrennte Lastpfade mit eigenem Equipment und klaren Verantwortlichkeiten. Ein gemeinsames Raumkonzept bringt beide trotzdem auf dasselbe finale Bild.










